APP-KULTUR

Die Zukunft des Autofahrens

Wie Apps die Mobilität und das Stadtbild verändern.

Wenn du mit deiner besseren Hälfte unterwegs bist und ihr versucht, ein Taxi zu organisieren, werdet ihr vermutlich Apps verwenden, die vor wenigen Jahren noch kaum jemand auf dem Homescreen hatte. Anbieter wie MyTaxi, DriveNow, Car2Go und auch Uber haben in kurzer Zeit verändert, wie wir uns in der Stadt fortbewegen. Doch diese Apps sind vermutlich nur der Anfang einer radikalen Änderung des Straßenverkehrs und sogar der Stadtplanung.

„Es ist gerade eine Revolution der Mobilität im Gange, losgetreten von Apps“, sagt Marlon Boarnet, Professor für Stadtplanung an der University of Southern California. Selbstfahrende- oder Elektroautos werden dafür sorgen, dass sich unsere Art der Fortbewegung weltweit verändern wird. Wir teilen jetzt schon Autos mit unseren Nachbarn beim Carsharing oder nehmen via Mitfahrgelegenheit fremde Personen von Hamburg nach München im Auto mit.

„Die Technik hinter der Standortbestimmung hat Carsharing überhaupt erst ermöglicht und sie wird in Zukunft zu selbstfahrenden Autos führen – was uns zudem weg vom Verbrennungsmotor, hin zum Elektro-Auto führen wird“, prognostiziert Boarnet.

Angefangen hat der Trend aber mit den praktischen Apps, die dafür gesorgt haben, dass ein Umdenken bei einigen Autofahrern stattgefunden hat. „Seitdem die Menschen ganz einfach per Fingertipp ein Auto herbeirufen können, stellen manche in Frage, ob sie überhaupt noch einen eigenen Wagen brauchen“, bestätigt Boarnet.

Die Zukunft der Mobilität könnte eine Welt sein, in der wir keine Autos mehr besitzen, sondern uns nur noch welche teilen.

Staus, hohe Benzinpreise, Luftverschmutzung oder der teure Unterhalt eines Autos, all das sind Probleme, die jeder Bewohner einer Großstadt kennt und genau deshalb sind diese „Autos auf Abruf“ so beliebt – und das fast überall.

Denn weltweit mischen Apps den Markt der Personenbeförderung auf: MyTaxi haben in Deutschland, Uber sowie Lyft in den USA und Didi Chuxing in China eine weite Verbreitung. In den jeweiligen Ländern sind sie schon fast ein Synonym für die neue Art der Fortbewegung geworden.

„Sobald autonome Fahrzeuge alltagstauglich sind, gibt es für die Menschen immer weniger Gründe, ein eigenes Auto zu besitzen“, so Boarnet. Dessen sind sich die Anbieter dieser Mobilitäts-Apps natürlich bewusst und so kam es, dass große Firmen wie Uber oder Lyft an eigenen Prototypen für selbstfahrende Autos für den Massenmarkt forschen. Diese werden nun zu Konkurrenten klassischer Automobil-Firmen.

Die Folgen dieses Trends könnten unser komplettes Stadtbild verändern. Die Vermutung dahinter: Wir können schlichtweg auf viele Parkplätze verzichten. Boarnet ist sich sicher: „Weniger Autos auf der Straße entlasten nicht nur die Umwelt und führen zu weniger Stau, sondern auch zu einem Umdenken bei der Stadtplanung.“

In der Stadt der Zukunft könnte der Mensch im Mittelpunkt stehen und nicht Straßen oder Parkplätze.

Berlin ist ein gutes Beispiel: Die Gesamtfläche an Parkzonen in der Hauptstadt liegt bei 2.980 Hektar, das sind mehr als 4.100 Fußballfelder. Was wenn man nur die Hälfte davon in Wohnungen oder Parks umwandeln könnte?

Natürlich ist das alles nur Spekulation und selbstfahrende Autos in der Innenstadt bisher nur Fiktion. Dazu kommt, dass wir erst einmal unsere alten Gewohnheiten ablegen müssen. Nicht jeder kann sich von heute auf morgen mit der Tatsache anfreunden, dass wir nicht so einfach in unser eigenes Auto vor der Haustür einsteigen, sondern wir uns Fahrzeuge mit dem Rest der Stadt teilen müssen.

Doch selbst die großen Autohersteller wie BMW oder die Daimler AG helfen mit und ermöglichen es mit ihren Diensten DriveNow und Car2Go, dass wir kein eigenes Auto mehr benötigen, sondern einfach einen Wagen aus deren Flotte leihen können. Es gibt aber noch weitere Firmen, die am klassischen Bild des Autobesitzers rütteln.

Über Drivy und Snappcar können Privatpersonen das eigene Fahrzeug anderen Menschen zur Verfügung stellen und somit selbst zum Mobilitätsanbieter werden. Mitfahrzentralen wie BlaBlaCar sind auf diesem Gebiet schon lange etablierte Plattformen. Relativ neu ist das Leihen von Rollern mit Apps wie scoo.me, Emmy oder Coup.

Auch wenn die Ära der neuen Mobilität für viele noch nach Science-Fiction klingt, glaubt auch Marlon Boarnet, dass dieser Trend ähnliche Auswirkungen auf unsere Gesellschaft haben könnte, wie die Erfindung des Automobils Ende des 19. Jahrhunderts, als wir von Kutschen auf Autos umsattelten.

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