INSPIRIERENDE STORYS

Wie Karim die Welt zum Tanzen bringt

Die App djay inspiriert Profis und Newcomer gleichermaßen.

djay - DJ App & AI Mixer

Musik Mixen & Beats Machen

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Bevor er anfing, Apps zu entwickeln, hat Karim Morsy Kisten geschleppt – vor allem nachts. Sein Leben als DJ bedeutete, Tonträger und Ausrüstung dahin mitzubringen, wo immer er gerade auflegte. Aber die Mühe hat sich stets gelohnt.

„Als DJ habe ich die Möglichkeit, meine Leidenschaft für Musik mit anderen Menschen zu teilen, auf sie einzugehen und zu sehen, wie die Musik sie verändert. Das hat mich schon immer fasziniert“, erzählt Morsy.

Aber natürlich war es einfach unpraktisch, immer kistenweise Alben mitzuschleppen. „Ich hatte tonnenweise Tonträger dabei“, sagt Morsy. „Mir war klar: Es muss einen besseren Weg geben!“

Mit dieser App kann wirklich jeder ein DJ sein – und das ganz ohne Platten herumzuschleppen.

Der Wendepunkt

Die Erleuchtung kam, als Morsy zwei Freunde aus dem Studium zu der Party mitnahm, auf der er auflegte. „Sie waren von diesem Abend so fasziniert und inspiriert, dass sie sich selbst als DJ versuchen wollten“, erinnert er sich. „Wir wollten ein Produkt, das ich im Club nutzen konnte, ohne meine Kisten mitzuschleppen, und das meine Kommilitonen für ihre DJ-Sessions nutzen konnten.“

Es begann als Projekt von ein paar Studienfreunden. Aber letzten Endes wurde daraus die App djay – DJ App & AI Mixer, die zunächst nur als Freeware zur Verfügung stand. „Wir hatten kein Business, wir hatten keine Firma – wir hatten nur den großen Traum, einen Apple Design Award in der Studierenden-Kategorie zu gewinnen“, weiß Morsy noch.

Leider kam es dazu nicht. „Wir waren zu naiv“, gibt Morsy zu. Aber das sollte sie nicht davon abhalten, die App zu entwickeln, von der sie alle geträumt hatten.

Wir wollten ein Produkt, das wir im Club nutzen konnten, ohne kistenweise Tonträger mitschleppen zu müssen.

Inspiration aus dem Studium

Die Produktion von djay war ein natürlicher Prozess für Morsy, der Informatik, Musikwissenschaft und Psychologie studierte. All diese akademischen Disziplinen sollten ihn inspirieren und seine Ideen für die App beeinflussen – auch dahingehend, was er und sein Team mit der App erreichen und für andere zugänglich machen konnten.

Dieser Mix aus akademischer Erfahrung und dem vorsichtigen Abwägen der Nutzer:inneninteressen kulminierte in der App djay, die Morsy und seine Freunde sich anfangs erträumt hatten – und zwar eine, die allen gefiel. Und ja, sie gewannen dann tatsächlich doch einen Apple Design Award dafür!

Auf den ersten Blick sieht sie vielleicht komplex aus. Aber djay ist selbst für Anfänger intuitiv.

Ein gelungener Griff nach den Sternen

Seitdem erlebt djay einen wahren Höhenflug – und zwar buchstäblich. Als Morsy einen Anruf von der Europäischen Weltraumorganisation bekam, hielt er es zuerst für einen Witz. „Sie wollten ein erstes DJ-Set aus dem Weltraum organisieren, um den 50. Jahrestag der Mondlandung zu feiern“, erzählt er. Morsy ging sofort darauf ein und letzten Endes legte der italienische Astronaut Luca Parmitano auf der ISS auf, wofür er djay und sein iPad nutzte.

djay mag die nächstliegende Wahl für Astronaut:innen sein, aber auch auf der Erdoberfläche braucht man nicht lange nach Fans der App Ausschau zu halten. Mittlerweile gehört die App zum Standard und wird auch von Musikgrößen wie dem DJ von Justin Bieber oder The Prodigy eingesetzt.

„DJs aus aller Welt verwenden unsere App – ob während eines Auftritts oder um unterwegs auf ihrem iPhone Übergänge auszuprobieren“, sagt Morsy.

Newcomer begleiten

Morsy erinnert sich noch gut an die Überraschung, als er von einem besonderen Nutzer von djay hörte: einem zweijährigen Jungen, der mit der App auf einem iPad Musik mixte. Er war so beeindruckt, dass er den Vater des Kindes kontaktierte, der ihm ein paar Videos seiner Kreationen schickte.

Dieser kleine Junge ist nun besser bekannt als DJ Arch JNR, der im Jahr 2015 die Show „South Africa's Got Talent“ gewinnen sollte. „Er nutzte die Software so intuitiv – wir sahen sofort, was gut funktionierte und woran wir noch feilen mussten“, sagt Morsy. Noch heute ist er froh, dass er den Vater des Jungen damals kontaktiert hatte.

Erfahrungen wie diese zeigen auf, wie weit Morsy und sein Team ihren Traum verwirklichen konnten, eine App zu erschaffen, die sowohl erfahrenen DJs als auch Nachwuchskünstler:innen gefällt. Mittlerweile ist eine neue Generation am Start, für die das Schleppen von Tonträgern endlich der Vergangenheit angehört.