HINTER DEN KULISSEN

Diese Spiele könnten dir das Leben retten

Dumb Ways to Die erhöht die Sicherheit auf spielerische Art.

Gefahrenvermeidung ist die oberste Prämisse vieler Spiele. Während sich das normalerweise darauf bezieht, über bodenlose Gräben zu springen, Stacheln auszuweichen oder schwere Attacken abzuwehren, sehen die Gefahren in Dumb Ways to Die etwas anders aus.

In die dargestellten Risikosituationen könntest du tatsächlich schlittern – denn hier geht es um mehr als nur ein Spiel. Das Ganze ist vielmehr Teil einer interaktiven Sicherheitskampagne.

Alle Spiele der Dumb Ways to Die-Reihe wurden von der australischen Verkehrsgesellschaft Metro Trains Australia (MTA) entwickelt. Kein Witz.

Um ein bisschen frischen Wind in die immergleichen Warnhinweise zu bringen, veröffentlichte MTA 2012 ein animiertes Sicherheitsvideo für die Bevölkerung von Melbourne. Im Zentrum standen verschiedene niedliche, jedoch schusselige Charaktere in Bohnen-Optik, die auf die ein oder andere Art ein vorzeitiges Ende ereilte.

Das Video stellte skurrile Katastrophen mit einem Augenzwinkern dar. Wo wir gerade dabei sind: Bitte niemals einen Grizzlybären mit einem Stock piksen! Von einem eingängigen Titellied untermalt, sprach es aber auch ernste Situationen an. Beispielsweise dass es besser ist, sich am Bahnsteig hinter der Sicherheitslinie aufzuhalten, bei Bahnübergängen zu warten und niemals einfach über die Gleise zu laufen.

Mit aktuell mehr als 183 Millionen Klicks hat das YouTube-Video sogar Rihanna von der Spitzenposition der australischen iTunes-Charts verdrängt. Es lässt sich also zweifellos behaupten, dass die Resonanz weitaus grösser war als erwartet.

„Mit der Kampagne wollten wir junge Leute für die Gefahren im Bahnverkehr sensibilisieren“, erklärt Leah Waymark, CEO von MTA. „Wir merkten aber schnell, dass unser Projekt rund um den Globus auf grosses Interesse stiess.“

„Das Video kam Ende der Woche raus. Und am Wochenende sass ich nur staunend da und verfolgte live mit, wie die Anzahl der YouTube-Klicks raketenmässig anstieg. Das war ziemlich aufregend. Viele Leute schickten uns ihre Ideen für Lieder, Filme und andere Dinge.“

So ergab sich die einzigartige Möglichkeit, Sicherheit im Bahnverkehr weltweit anzugehen, und das MTA-Team überlegte, was wohl die nächsten Schritte sein könnten.

„Die Entwicklung eines Spiels erschien uns der richtige Weg zu sein – zumal wir ja auch weiterhin unsere ursprüngliche Zielgruppe ansprechen wollten“, erinnert sich Waymark.

Die erste Dumb Ways to Die-Version wurde 2013 veröffentlicht und setzte sich aus vielen kleinen Mini-Spielen zusammen. Wie in den Videos dreht sich auch hier alles um die kleinen Böhnchen und gefährliche Situationen.

Von korrekter Verkabelung bis hin zur Rettung der eigenwilligen Bohnen vor herannahenden Zügen – in jedem zufällig generierten Level musst du die knuffigen Charaktere vor den Gefahren der Welt beschützen.

Drei geniale Dumb Ways-Spiele, eine kinderfreundliche Edition und ein paar bezaubernde Spin-offs später läuft das Ganze immer noch nach demselben Prinzip ab.

Die Devise lautet: Bring die Bohnen in Sicherheit – egal welches Spiel du spielst.

Leah Waymark, CEO von Metro Trains Australia

„Obwohl manche Charaktere ziemlich unschön zu Tode kommen, geht es immer darum, die Bohnen zu schützen und keine unnötigen Risiken einzugehen“, so Waymark. „Diese Botschaft vermitteln wir mit allem, was wir tun.“

Kein Risiko bleibt schliesslich ohne Konsequenzen. Allein schon dabei zuzusehen, wie die Bohnen nach einem Patzer ihr klägliches Ende finden, bereitet grosses Vergnügen.

„Es macht schon irgendwie Spass, herauszufinden, was den Bohnen alles passieren kann“, bemerkt Jasmine Hansen, Head of Dumb Ideas bei MTA. „Sie sind so putzig, klein und naiv. Da kann es zuweilen ganz lustig sein, wenn mal was so richtig in die Hose geht.“

MTA will den Einflussbereich noch weiter vergrössern und arbeitet daher kontinuierlich an neuen Spielen.

„Wir freuen uns sehr, dass sich unsere Botschaft dermassen verbreitet hat“, fügt Waymark hinzu. „Unsere Aufgabe besteht nun darin, das Interesse aufrechtzuerhalten. Daher entwickeln wir neue, unterhaltsame Spiele. So bleiben die Warnhinweise in den Köpfen und die Menschen in Sicherheit, vor allem im Bahnverkehr.“

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