SO GEHT’S

Erstell einen Podcast

Ein iPad Pro, sechs Apps und eine gute Idee. Das ist alles, was du für einen erfolgreichen Podcast brauchst. Du glaubst uns nicht? Dann möchten wir dir Adam Bunker vorstellen. Denn er hat genau das getan.

Obwohl er fast nichts über die Apps wusste, die er benutzte, hat es Autor Adam Bunker geschafft, seinen hörspielartigen Podcast Un/Resolved nicht nur zu schreiben, sondern auch aufzuzeichnen, abzumischen und zu veröffentlichen. Alles an seinem iPad Pro. Auch wenn er das eigentlich nicht so geplant hatte.

„Als 2014 Serial herauskam, dachte ich beim Zuhören: ‚Warum schreibe ich nicht meine eigene Geschichte?‘ Aus dieser Idee entstand das Konzept für einen Podcast und später ein Hörbuch mit jeweils sechs Episoden, die sich gegenseitig ergänzen“, schildert er.

„Auf meinem iPad schrieb ich anfangs nur, um von meinem PC unabhängig zu sein.“

Bunker skizzierte seine Gedanken in Microsoft OneNote, bevor er seine Ideen mit einem weiteren Tool in ein vollwertiges Skript verwandelte.

Mit der Notizen-App Microsoft OneNote und dem Schreib-Tool Scrivener hat für Bunker alles angefangen.

Scrivener ist zwar ganz einfach aufgebaut, bietet jedoch alle nötigen Funktionen“, so Bunker. „Die App eignet sich hervorragend zum Schreiben von Drehbüchern oder Hörspielen, die ein formatiertes Skript erfordern.“

„Nachdem du auf die Eingabetaste getippt hast, wirst du gefragt, ob du eine Figur, eine Regieanweisung oder etwas anderes hinzufügen möchtest. Wenn du dich für eine Figur entscheidest und erneut auf Eingabe tippst, bekommst du eine Auswahl der möglichen Figuren. Dies beschleunigt die Arbeit am Skript enorm. Zudem werden automatisch Sicherheitskopien erstellt.“

Mithilfe des Hokusai Audio Editor zeichnete Bunker Un/Resolved in einer provisorischen Tonkabine auf.

Nachdem das Skript fertig war, ging es an die Aufnahme.

„Für die Aufnahme verwendete ich den Hokusai Audio Editor“, erklärt Bunker. „Die Anwendung ist einfach zu bedienen und verfügt über viele hilfreiche Funktionen, wie zum Beispiel die Rauschunterdrückung. Dazu zeichnest du ein Muster der Hintergrundgeräusche auf und spielst es in die App ein, die die Geräusche dann aus der gesamten Aufnahme entfernt.“

Diese Funktion erwies sich als hilfreicher, als Bunker anfangs dachte.

Einen Großteil der Arbeit erledigte Bunker während seiner zweimonatigen Hochzeitsreise.

„Ich richtete mir zu Hause eine kleine Tonkabine ein. Aber ich wohne in der Einflugschneise des London City Airport“, erzählt er. „Für die Aufnahme hatte ich verschiedene Leute zu mir eingeladen. Wir mussten jedoch alle 30 Sekunden eine Pause einlegen, wenn wieder ein Flugzeug über das Haus donnerte.“

„Also beschloss ich, die Aufnahme bei jemandem aus dem Freundeskreis zu machen. Aber auch hier mussten wir im Minutentakt pausieren, da unter uns regelmäßig eine U-Bahn durchfuhr. Meine Versuche, eine brauchbare Aufnahme zu bekommen, entpuppten sich als eine regelrechte Comedy-Nummer.“

„Als ich mit der ersten Aufnahme fertig war, hatte ich mich in mein iPad verliebt, dieses verrückte Arbeitstier im Miniformat“, fährt er fort. „Ich fasste den Entschluss: ‚Okay, ab jetzt werde ich das komplette Projekt auf meinem iPad machen.‘ Zum einen gefiel mir die Herausforderung, zum anderen gab dies eine interessante Geschichte ab.“

Als die Aufnahme fertig war, brach Bunker zu seiner zweimonatigen Hochzeitsreise auf und nahm sein iPad Pro mit.

Die Titelmusik seines Podcasts schnitt Bunker mit GarageBand.

„Während meiner Reise hatte ich ein wenig Zeit und stellte fest, wie leistungsfähig GarageBand ist. Ich mischte damit den Rohschnitt, während ich in einem japanischen Hochgeschwindigkeitszug saß“, erinnert er sich.

„Ich komponierte sogar die Titelmusik mit GarageBand, für die ich langsam abgespielte Apple-Loops verwendete, die ich mit ein paar Streichern überlagerte.“

Nicht nur die wichtigen Audiokomponenten von Un/Resolved entstanden auf dem iPad.

„Ich brauchte ein Logo und hatte auch schon eine Idee. Meine Frau und ich erstellten eines Abends eine dieser vollbehängten Pinnwände, die die Polizei zur Verbrechensaufklärung nutzt“, so Bunker. „Ich machte Fotos mit meinem iPad, importierte sie in Affinity Photo und hatte erstaunlich schnell mein fertiges Logo.“

Das Logo entstand in Affinity Photo. Außerdem verwendete Bunker LumaFusion für den Trailer.

„Zusammen mit den Audioaufnahmen wollte ich auch die Pinnwand in meinem Videotrailer verwenden. Mit LumaFusion brauchte ich nur ein paar Tage und der Clip war fertig“, ergänzt Bunker.

„Zu Beginn des Projekts hätte ich niemals gedacht, dass ich alles auf einem Gerät fertigstellen würde, aber ich wurde immer wieder äußerst angenehm überrascht.“

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