INSPIRIERENDE STORYS

„Pokémon änderte mein Leben“

Wie Matthew Lowry durch das Hit-Spiel Freunde fürs Leben fand.

Pokémon GO

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Wie so viele war auch Matthew Lowry im Hochsommer 2016 von Pokémon GO völlig fasziniert.

Lowry war schon als Kind ein großer Pokémon-Fan gewesen, und so spielte er den ortsbasierten Hit von Niantic vom ersten Tag an. Er baute das Spiel schnell in seine tägliche Routine ein und ging sogar den langen Weg von der Arbeit nach Hause, um unterwegs ein paar zusätzliche Pokémon zu fangen.

Eines Abends im September neigte sich sein Handyakku dem Ende zu und er konnte nicht weiterspielen. Er nahm also einen kürzeren Weg nach Hause und als er um eine enge, unübersichtliche Kurve bog, stieß er mit einem langsam fahrenden Auto zusammen.

Dann ging alles ziemlich schnell; Lowry tauschte fix und freundlich Kontaktdaten mit dem Fahrer aus und schien nicht allzu schlimm verletzt zu sein. Zumindest dachte er das.

Ein vorsorglicher Krankenhausbesuch am nächsten Tag zeigte allerdings das Ausmaß seiner Verletzungen. Eine Wirbelsäulenoperation wurde anberaumt und ihm wurde eröffnet, dass er zur Erholung mindestens ein Jahr lang nicht würde arbeiten können.

Matthew Lowrys Lieblings-Pokémon: Arkani

„Nach so einem Ereignis kann einen die Schwermut überkommen. Wenn du das an dich heranlässt, erholst du dich nie – besonders bei dem Jahr Pause, das mir verordnet wurde“, erzählt Lowry.

Sein Rehabilitationsplan bestand hauptsächlich darin, jede Woche eine bestimmte Anzahl an Schritten zu schaffen. Pokémon GO erwies sich in dieser Zeit als perfekter Antrieb. „Ich hatte nicht wirklich Lust, bei Regen und Schnee spazieren zu gehen“, so Lowry. „Aber das Spiel hat mich motiviert. Das hat sehr geholfen. Und ich hatte einen Grund, durchzuhalten.“

Dank Pokémon GO war Lowry innerhalb von sechs Monaten wieder bei der Arbeit – in der Hälfte der prognostizierten Genesungszeit. Doch das ist nur der Anfang seiner Geschichte.

Während seiner Genesung baute Lowry die Pokémon GO-Fangemeinden, die er kurz vor seinem Unfall gegründet hatte, weiter auf. Durch diese entstand eine enge Freundschaft mit drei anderen Spielern – Tom Lester, Steve Ratcliffe und Steve Wittkowski. Oder „Tommy und die beiden Steves“, wie Lowry es ausdrückt.

Steve Ratcliffes Lieblings-Pokémon: Evoli

„Tommy hatte immer zwei Handys dabei, weil er das erste ortsbezogene Spiel von Niantic, Ingress, spielte. So handelte er sich den Spitznamen ‚Tommy Two Phones‘ ein“, fährt er fort.

„Dann kam er zu einem unserer Gruppentreffen – diese halten wir jeden Monat nach unserem Community Day ab – und er wurde zu einem von uns. Von da an war er immer mit dabei: beim Urlaub oder beim Wohltätigkeits-Quizabend. Er gehörte für uns praktisch zur Familie.“

Matthew, Tommy und die beiden Steves fingen an, für das geplante Pokémon GO Fest in Yokohama zu sparen. „Japan war das ultimative Reiseziel für Tommy. Er hatte schon immer dorthin gewollt“, so Lowry.

Leider erkrankte Tommy 2019 an inoperablen Darmkrebs. Die Diagnose lautete: unheilbar. Nach dieser Nachricht hatte Lowry das Bedürfnis, das Band zwischen den vier Freunden für die Ewigkeit festzuhalten. Er scherzte, wie cool ein Tattoo mit Tommys Pokémon GO-Usernamen und natürlich seinen zwei Handys wäre.

Steve Wittkowskis Lieblings-Pokémon: Glurak

Das mag als Scherz begonnen haben, doch innerhalb weniger Wochen waren Matthew und die beiden Steves frisch tätowiert und auf dem Weg zu Tommy, um ihm ihre reale, permanente Hommage an ihn zu zeigen.

„Wir zeigten ihm die Tattoos und er fand sie klasse. Er hat so gelacht“, erzählt Lowry. „Am nächsten Tag ging er von uns. Aber es war großartig, dass er sie noch zu sehen bekam.“

„Er ist immer bei uns“, fährt Lowry fort. „Wenn wir Events abhalten, zollen wir Tommy Tribut. All diese Menschen … ohne das Spiel hätten wir uns nie kennengelernt.“

Mit dem Segen von Tommys Familie hoffen die drei engen Freunde, etwas von Tommys Asche auf dem Pokémon GO Fest in Yokohama zu verstreuen, sollte das Event eines Tages wieder stattfinden.

Und Lowry ist auch weiterhin ein fester Bestandteil der Pokémon GO-Community von Leeds. „Ich weiß nicht, wie lange meine Erholung ohne Pokémon GO gedauert hätte“, fügt er hinzu.

„Und ich hätte meine tollen Freunde, die sich um mich gekümmert haben, nicht kennengelernt. Ich schätze sehr, was Niantic für die Community getan hat, und bin dankbarer, als ich es je in Worte fassen könnte.“

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